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Die Durchsuchung vom 18. bis zum 27. November 1763 von Schloss Altdöbern

Mit dem Ende des Siebenjährigen Krieges und dem Ableben Augusts III. am 5. Oktober beziehungsweise Brühls am 28. Oktober 1763 begann nicht nur für Sachsen eine neue Epoche. Auch für Heinekens Leben bedeutete diese Zeit einen tiefen Einschnitt. Bis dahin bekleidete er wichtige Hofämter. Zum Haupt verantwortlichen und Mitwisser gebrandmarkt, gab man ihm eine Mitschuld am schlechten Zustand der Staatsfinanzen. Er wurde verhaftet, verhört und angeklagt. Zentraler Bestandteil des Vorgehens gegen Heineken war zudem eine Durchsuchung des Schlosses, von der sich die Untersuchungskommission Indizien für Heinekens Anklage erhoffte. Das Ergebnis des Prozesses war jedoch ein Freispruch. Aus Dresden verbannt, wurde Heinekens neuer Lebensmittelpunkt nun sein Gut Altdöbern in der Niederlausitz. Das vorliegende Durchsuchungsprotokoll gibt detailliert Auskunft über den Zustand und die Ausstattung des Schlosses. Die genaue Beschreibung der Raumabfolge innerhalb des Gebäudes und der Nebengelasse bildet eine einzigartige und wertvolle Quelle, die einen Einblick in die Lebensumstände eines Adeligen im 18. Jahrhundert gibt. Aufschlussreich sind diese Dokumente auch im Hinblick auf Heinekens eigene Sammlungen, neben Gemälden enthielten sie Drucke, Zeichnungen, Bücher, Porzellan und anderes mehr. Das Protokoll ist teils der einzige Nachweis für deren Existenz.

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