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Der Obstgarten

Zusätzlich zu repräsentativen Partien existierten in Altdöbern eine Reihe ökonomischer Gartenquartiere. Neben der großflächigen Obstplantage nahe der Eremitage und dem dekorativen Kirschgarten befand sich im Süden ein weiterer Obstgarten (h), dessen Nutzfläche mittels labyrinthisch angelegter Kieswege gegliedert wurde und zur angrenzenden Baumschule (k) überleitete, bevor sich der Gemüsegarten (l) anschloss.

Heinekens Erkenntnisse im Bereich der Landschaftskultivierung fanden über die Baumschule und sein zweibändiges Überblickwerk „Nachricht und Beschreibung von verschiedenen Obstsorten, welche nunmehro in der Niederlausitz erbauet werden“ besonders regionale Verbreitung. Er beschrieb darin eine große Anzahl von (48)Apfel-, (116) Birnen-, (15) Kirsch-, (44) Pfirsich- und (26) Pflaumen- sowie einige Mandel- und Aprikosensorten, die alle in den Altdöberner Gartenanlagen angepflanzt waren. Sein Obstsortenwerk entstand in einer Zeit, in der obstbauliche Innovationen vor allem aus Frankreich kamen, deutsche Vorbilder kaum existierten und entsprach dem Gemeinwohlgedanken der Aufklärung.

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