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Heinrich Graf von Brühl (1700 – 1763)

Die bestimmende Person im Leben Carl Heinrich von Heinekens war der sächsische Premierminister Heinrich Graf von Brühl. Unter August III., König in Polen, gestaltete Brühl maßgeblich das Staatsgeschehen während der sächsisch-polnischen Personalunion und spielte auch im internationalen Machtgefüge von Österreich und Frankreich sowie Preußen und England eine entscheidende Rolle. Seine herausragen de Position am Dresdner Hof verdeutlichte Graf Brühl, welcher einer niederadligen Familie entstammte, mit einem prächtigen Haushalt und kostbaren Sammlungen.

Die Beziehung zwischen Brühl und Heineken ist eine Geschichte gegenseitiger Abhängigkeiten: Brühl hätte ohne seinen fähigen Sekretär kaum den umfangreichen Besitz verwalten und mehren können. Heineken wiederum profitierte ebenfalls sehr von dieser engen Verbindung: Brühl beschenkte ihn großzügig mit Land und anderen Besitztümern, konnte ihn vorteilhaft verheiraten und versorgte ihn mit Anstellungen bei Hofe. Mit dem allmählichen Niedergang Brühls vollzog sich aber auch der tiefe Fall seines Günstlings, der nach dem Tod seines Gönners verhaftet wurde und sich dann vom Dresdner Hof nach Altdöbern zurückziehen musste.

Während seiner Zeit im Dienste Brühls bezogen sich Heinekens Aufgaben auf die unterschiedlichsten Bereiche. So kümmerte er sich um den umfangreichen, über ganz Sachsen verteilten Grundbesitz. Neben Aufträgen zur Verschönerung und Ausstattung der Schlösser hatte Heineken vor allem die Bewirtschaftung der sächsischen Güter zu besorgen. Hier verwaltete er nicht nur den Haushalt mit sämtlichen Einnahmen und Ausgaben, sondern beaufsichtigte auch die zahlreichen Baumaßnahmen. Der Aufbau und die Aufsicht der Brühlschen Sammlungen war ebenfalls ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Dabei konnte er die Kontakte nutzen, die Brühl als Leiter der königlichen Kunstankäufe zur Verfügung standen. So sind die qualitätvolle Brühlsche Gemäldesammlung, das Kupferstichkabinett und die Bibliothek vor allem den Kenntnissen und der Umsicht Carl Heinrich von Heinekens zu verdanken.

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  1007  /  Zeitstrahl  /  Letzte Änderung April 5, 2017 von Martin Schuster  /