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Das Gut Bollensdorf

Der gesamte Besitz Altdöbern ging nach Heinekens Tod 1791 als Erbe auf den Sohn Carl Friedrich über, der den Besitz aber aus wirtschaftlichen Gründen schon 1797 verkaufen musste. Eine Ursache war der unterschiedliche Umgang der Gutsherren mit den Untertanen. Während Carl Heinrich als hart und unbarmherzig galt und den Bauern immense Dienste und Abgaben abverlangt haben soll, war sein Sohn ihnen gegenüber zu Zugeständnissen bereit. Zudem konnte er einen Verkaufspreis erzielen, welcher um ein vielfaches über dem von Carl Heinrich von Heineken im Testament geschätzten Wert lag. Seinen Lebensmittelpunkt hatte Carl Friedrich ohnehin in Bollensdorf bei Dahme, das ihm sein Vater 1775 als Majorat übergeben hatte. Diesen Besitz erweiterte er durch den Zukauf der Güter Friedersdorf bei Herzberg und 1803 Waldow bei Golßen, das er ab dieser Zeit auch bewohnte. Das Gut Bollensdorf hatte der sächsische Premierminister Heinrich Graf von Brühl auf Anraten Carl Heinrich von Heinekens vor 1757 gekauft und ihm schließlich 1763 testamentarisch vermacht. Diese Entscheidung stieß bei den Kindern Brühls, die sich nach dem Tod des Vaters in einer sehr schwierigen finanziellen Lage befanden, auf wenig Verständnis. Sie zeigte aber erneut die Fürsorge, welche Brühl seinem Sekretär zukommen ließ.

Foto oben:
Gutshaus Bollensdorf. Vor 1945 /
Album aus dem Besitz von Brigitte Freifrau v. Bischoffshausen, Rösrath Hoffnungsthal

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  1010  /  Zeitstrahl  /  Letzte Änderung April 5, 2017 von Martin Schuster  /